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Nach dem Auswärtsspiel am Sonnabend auf dem schmucken Sportplatz der Borussia aus Criewen, dem derzeit punktlosen Tabellenletzten, sollten die drei zu vergebenden Punkte natürlich auf dem rot-weißen Konto landen. Und so gestaltete sich auch das Spiel von Beginn an. Unsere SpG dominant, mit viel Ballbesitz und immer Richtung gegnerisches Tor. Nach zehn Minuten zappelte der von Markus Müller getretene Ball dann auch das erste Mal im Netz. Doch zu früh gefreut -Abseits. Noch einmal knapp 10 Minuten später war es dann soweit. Christoph Schmidt jagte den Ball von der Strafraumgrenze sehenswert diagonal ins rechte obere Eck. Wer jetzt hoffte, dass der Bann gebrochen und die Überlegenheit entsprechend in Tore umgemünzt wurde, war erst einmal enttäuscht. Gelegenheiten dazu  gab es reichlich, aber die Aktionen vor dem Tor waren - wie schon häufig in der Saison gesehen - oft zu umständlich, eigensinnig und unpräzise. Und in der 37. Minute wurde es dann auch noch kurios. Nach Foulspiel am Prenzlauer Lucas Ulfig, aufgeregten Criewener Spielern und der folgenden Rudelbildung gab es für Michael Kraft die rote Karte. Der Schiri war in diesem Moment wohl der einzige, der wusste warum. Obwohl diese Karte nach Spielende wieder zurückgenommen werden sollte, musste unser Team nun mit einem Mann weniger auskommen. Das machte sich auch gleich unangenehm bemerkbar. Der direkte Gegenzug der Criewener nach dem Prenzlauer Freistoß führte wie aus dem Nichts zum 1:1 Ausgleich. Die Hintermannschaft war offensichtlich nach dem Ausscheiden ihres Abwehrchefs noch ziemlich unsortiert. Mit diesem Remis ging es dann auch in die Halbzeitpause.

Durch diesen unerwarteten Zwischenstand schöpfte die Borussia Hoffnung auf den ersten Zähler in dieser Saison und schnupperte zu Beginn der zweiten Hälfte sogar am ersten Dreier. Prenzlau fand zwar allmählich zum alten Spiel zurück, aber Criewen wurde jetzt mutiger und nutzte die Lücken in der Gästeabwehr einige Male zu schnellen Vorstößen aus. Gästekeeper Udo Burmeister musste sich zwei-, dreimal mächtig strecken, um einen Rückstand zu verhindern. Prenzlau ließ sich davon aber nicht beeindrucken und zeigte eine "Jetzt-erst-recht-Mentalität". Das Tempo wurde angezogen, jeder kämpfte für den anderen und es war nicht mehr spürbar, dass Criewen eigentlich in Überzahl agierte. Im Gegenteil - nach dem Doppelschlag von Sebastian Turowski in der 67. und 74. Minute zur 3:1 Führung ging eher der Heimmannschaft die Puste aus. Zum Ende der Partie gab es sogar immer öfter recht ansehnliche offensive Spielzüge der Gästeelf zu sehen. Zwei davon nutzten Rudi Moldenhauer und Jeromé Schulz und bauten die Führung auf ein zur Halbzeitpause kaum zu erwartendes 5:1 aus. Angesichts der widrigen Umstände und der daraufhin gezeigten Lauf- und Kampfbereitschaft geht der Erfolg auch in dieser Höhe voll in Ordnung. Tolle Leistung der gesamten Mannschaft!

Das letzte Spiel der Hinrunde findet nächsten Sonnabend bereits ab 13 Uhr (!) im Uckerstadion statt. Der Gegner VfL Vierraden liegt in der Tabelle direkt hinter unserer SpG und befindet sich derzeit im Aufwind. Aus den letzten fünf Spielen konnten sie vier Siege und ein Unentschieden holen. Das wird vor der Winterpause also noch mal ein harter Kampf um Tabellenplatz 6.

Die Torschützen: 0:1 Christoph Schmidt (18.), 1:1 Michael Schneider (39.), 1:2 Sebastian Turowski (67.), 1:3 Sebastian Turowski (74.), 1:4 Rudi Moldenhauer (87.), 1:5 Jeromé Schulz (90.)

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